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Uhren und Schmuck „made in Germany“ haben einen exzellenten Ruf. Aber welchen Manufakturen und Marken ist dieses positive Image zu verdanken? Ein Blick auf das Zentrum der Produktion und zehn besondere Unternehmen im Süden Deutschlands.

Serie: Made in Germany
Der Süden – das Zentrum der Produktion

Der Süden Deutschlands ist mit der Goldstadt Pforzheim und dem Silberzentrum Schwäbisch-Gmünd das Mekka der deutschen Schmuckindustrie. Mehr als 70 Prozent der Schmuckproduktion „made in Germany“ kommt allein aus der Schmuckhochburg Pforzheim. Aber auch im Bereich Uhren ist im Süden mit dem Standort Schramberg und der international bekannten Marke Junghans einiges geboten.

Wellendorff

Die Luxusmarke Wellendorff ist weltweit ein Begriff für erlesene Schmuckkreationen aus 750 Gold. Dabei bekennt sich die familiengeführte Manufaktur, die 2018 ihr 125. Jubiläum feiert, auch heute noch gerne zu ihren Wurzeln und der Heimatstadt Pforzheim. Präzision, Qualität, Langlebigkeit, reduziertes Design, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit, eben diese vermeintlich typisch deutschen Werte kennzeichnen auch die Philosophie der „Wahren Werte“ von Wellendorff.
1893 gründeten Ernst Alexander und Julie Wellendorff die Schmuckmanufaktur in Pforzheim, die 2018 ihr 125. Jubiläum feiert. 1970 erfolgte die Einführung des Brillant-W als Signatur und Qualitätssiegel. 1977 entwickelte Wellendorff die berühmte Wellendorff-Kordel, einem Hautschmeichler mit unglaublicher Anschmiegsamkeit und seidiger Haptik. Die Colliers und Armbänder aus 750 Gold werden von Hand in einem aufwendigen Prozess aus feinstem Golddraht gefertigt. 1993 folgten die drehbaren Wellendorff-Ringe, das zweite Kernprodukt der Luxusmarke. Die drehbaren Wellendorff-Ringe zeichnen sich durch Kaltemaille-Verzierungen und einzigartigen Gravuren aus. Romantische Motive und die durchscheinenden, leuchtenden Farben machen die Ringe zu einem exklusiven sinnlichen Erlebnis. Heute führen Christoph und Georg Wellendorff das Unternehmen in vierter Generation. Seit 2008 führt das Unternehmen eigene Boutiquen im In- und Ausland und ist weltweit durch ein Netzwerk ausgewählter Juweliere vertreten.

www.wellendorff.com

IsabelleFa

Der Name IsabelleFa steht für außergewöhnlich exquisite Goldschmiedearbeiten. Eine klare, unprätentiöse Formensprache, eine besondere Haptik, eine materialbetonte massive Verarbeitung mit einem großen Anteil an Handarbeit und viel Innovationsfreude sind typisch für die Arbeiten aus dem Atelier in Eisingen. Ein gutes Beispiel für die anspruchsvolle Schmuckphilosophie von IsabelleFa ist der Armreif „Digné“ in der hauseigenen Goldlegierung Rouge Royal, der auch den Inhorgenta Award 2017 gewann.
Namensgeberin und Inhaberin der Marke IsabelleFa ist Isabelle Mössner geborene Fagnoul. Sie ist eine glühende Verfechterin von Handwerksqualität „made in Germany“. Made in Germany bedeutet bei IsabelleFa auch, dass der Schmuck unter ethisch und ökologischen Gesichtspunkten einwandfrei hergestellt wird. Die Familie Mössner achtet streng darauf, dass entlang der kompletten Wertschöpfungskette besonders hohe Standards eingehalten werden. Die Geschichte der Marke IsabelleFa begann, als sich Isabelle und Hans-Georg Mössner Anfang der 1980er Jahren an der Goldschmiedeschule in Pforzheim kennen und liebenlernten. Sie gründeten IsabelleFa 1992. Dabei konnte der Betrieb auf das gewachsene Know-how der bereits in den 1950er Jahren von Hans-Georg Mössners Vater gegründeten Kettenschmiede zurückgreifen. Vor allem die voluminösen, handgeschmiedeten Navetteketten wurden ein Markenzeichen. Jeder Fertigungsschritt – vom Schmelzen der eigenen Goldlegierung über das Schmieden der einzelnen Kettenglieder bis zur Vollendung der Schmuckstücke – wird von erfahrenen Goldschmiedemeistern in hundertprozentiger Handarbeit im Haus ausgeführt. Schon mehrfach wurden die noblen Designs ausgezeichnet, unter anderem mit vier Red Dot Awards sowie dem Inhorgenta Award. Auch die gemeinsamen Söhne Alexandre und Patrick Mössner sind heute im Familienunternehmen tätig.

www.isabellefa.com

A. Odenwald

Der klangvolle Name A. Odenwald ist bekannt für Juwelen, die durch einen virtuosen Umgang mit Farbedelsteinen beeindrucken. Gerade bei  Saphirschmuck in allen Farben des Regenbogens genießt die Firma ein Alleinstellungsmerkmal. Erlesene Farbedelsteine im Zusammenspiel mit hochkarätigem Gold zeichnen die Schmuckkreationen aus. Dafür steht  A. Odenwald bereits seit 1883. Bis heute werden bei A. Odenwald alle Arbeitsschritte in der eigenen Manufaktur durchgeführt. Somit können individuelle Kundenwünsche schnell und in der Qualität „Made-in-Germany“ erfüllt werden. Die Kollektion der inzwischen über 130 Jahren alten Manufaktur A. Odenwald überzeugt aber nicht nur durch die hohe Qualität der Edelsteine, sondern auch durch ein besonders prägnantes Design. Seit 2012 führen Frank und sein Sohn Falk Dettinger die Traditionsmanufaktur A. Odenwald als ein Tochterunternehmen der Unternehmensgruppe Eugen Dettinger.

www.odenwald-schmuck.de

Junghans

2018 ist für Junghans ein besonderes Jahr. Denn in diesem Jahr öffnete das neue Terrassenbau-Museum seine Tore, das einen Streifzug durch die Zeit und die Unternehmensgeschichte des Traditionsherstellers und Erfinders der Funkarmbanduhr bietet. Die Erfolgsgeschichte der Uhrenmarke Junghans begann 1861 in Schramberg. Anfang des 20. Jahrhunderts war Junghans mit mehr als 3000 Beschäftigten der größte Uhrenhersteller der Welt. Die Entwicklung präziser Werke macht das Unternehmen 1951 zum größten Chronometerhersteller in Deutschland und 1956 zum drittgrößten der Welt. Nach einer bewegten Firmengeschichte übernahmen 2009 die Schramberger Unternehmer Hans-Jochem und Hannes Steim das Traditionshaus und leiteten eine neue Phase des Wachstums ein. Dass Junghans heute so erfolgreich agiert, ist auch das Verdienst von Matthias Stotz, der seit 2007 als Geschäftsführer der Uhrenfabrik tätig ist. Auch heute fertigt Junghans noch alle Uhren auf dem historischen Firmengelände in Schramberg.

www.junghans.de

Meister

Die Schmuckmanufaktur Meister vereint mit den beiden Siegeln „Swiss made“ und „Made in Germany“ das Beste aus zwei Welten. Im Jahre 1897 in Zürich gegründete ist die Trauring- und Schmuckmanufaktur heute führend in Europa. Das inhabergeführte Familienunternehmen kreiert und fertigt Schmuck- und Ring-Kollektionen, die Innovation und Tradition auf unvergleichliche Weise verbinden. Die ausgefallenen Designs des in Wollerau am Zürichsee ansässigen Unternehmens erhielten bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrfach den iF sowie den Red Dot Design Award. Eine Ikone des Hauses sind die glamourösen „Girello“-Drehringe. Aber auch der raffinierte Männerschmuck sowie eine große Auswahl an edlen Verlobungs-, Trau- und Memoireringen zeichnen die Manufaktur aus. Seit 1964 fertigt Meister auch in Radolfzell am Bodensee alles unter einem Dach. Heute leitet Fabian Meister in dritter Generation das Familienunternehmen.

www.meisterschmuck.de

Georg Spreng

Der farbenfrohe Schmuck von Schmuckdesigner Georg Spreng verströmt pure Lebensfreude. Ausgesuchte Farbedelsteine, Lust auf Farbe und ein ausgeprägter Sinn für selbstbewusste, ungewöhnliche Designs sind das unverkennbare Markenzeichen des bekennenden Kosmopoliten Georg Spreng aus der Schwäbischen Alb, der 1949 in Schwäbisch Gmünd geboren ist. Er selbst sagt zum Thema „Made in Germany“: „Auf der rauen Ostalb aufgewachsen, im dunklen Schwarzwaldtal als Designer viel bewegt, in Kanada am See Schmuck lieben gelernt, im vogesischen Bauernhaus Schmuckexperimente gemacht und dann noch leidenschaftlicher Toskana-Fan! Die Heimat ist da, wo es lieb gewonnene Menschen gibt. Unsere Erde ist zu klein geworden, als dass jeder sein eigenes Süppchen kochen kann, seine eigene Mauer bauen, all das wirft uns weit zurück. Wir müssen global denken und handeln, wollen wir unsere schöne Erde bewahren.“ In diesem Sinne ist auch der Schmuck von Georg Spreng ein klares Statement für Lebensfreude, Leidenschaft, Leichtigkeit und die Liebe zum Leben.

www.georgspreng.de

Bernd Wolf

Bernd Wolf und seine Familie leben im idyllischen Stegen im Dreisamtal bei Freiburg ihren Traum. Mit Blick in die großartige Natur des Südschwarzwalds wird hier Schmuck gefertigt, der gewiss einzigartig ist. Als studierter Ingenieur entwarf Bernd Wolf bereits als Student Schmuck, 1985 gründete er parallel zu seinem Ingenieurbüro für Energieberatung eine Schmuckfirma, seit 1992 widmet er sich ausschließlich dem Thema Schmuckgestaltung. Schon mehrfach wurden die Kollektionen von Bernd Wolf mit renommierten Designpreisen wie dem German Design Award oder dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Als Anerkennung für die erfolgreiche Markenführung und -kommunikation verlieh der Rat für Formgebung Bernd Wolf 2018 zudem nun schon zum dritten Mal in Folge den German Brand Award als „Winner in Luxury“. Ein Markenzeichen von Bernd Wolf ist die hochwertige Goldplattierung, die seinem Designerschmuck aus Sterlingsilber einen einzigartigen Sonnenglanz verleiht. Heute zählt das Unternehmen, in dem auch seine Frau Yvonne sowie die Töchter Miriam und Annalea und Sohn David tätig sind, zu den führenden deutschen Designschmuckmarken.

www.berndwolf.de

Pointtec

Junkers, Zeppelin und Rosenthal – das sind bekannte deutsche Namen, die der Hersteller Pointtec aus Ismaning bei München zu erfolgreichen Uhrenmarken gemacht hat. Ihre Geschichte, ihr Erbe sind legendär: Zeppelin und Junkers stehen für Pioniere der deutschen Luftfahrt. Ein Image, das gut zu Uhren passt, wie das Familienunternehmen Pointtec beweist – mit Kollektionen, die Designelemente aus der Historie aufnehmen und dennoch ganz eigenständig sind. Auch unter dem Namen des bekannten traditionsreichen deutschen Porzellanherstellers Rosenthal bietet Pointtec eine Uhrenlinie an, in der Zifferblätter aus feinem, zum Teil von Hand bemalten Porzellan das verbindende Element darstellen. Komplettiert wird die Riege der Uhren durch die Eigenmarke „Iron Annie“, die sich auf ein historisches Junkers-Flugzeug bezieht und seit 2018 angeboten wird. Vorgestellt wurde die „Iron Annie“ im vergangenen Jahr zum 30-jährigen Jubiläum von Pointtec, um die „Faszination der Fliegergeschichte in einer neuen eigenen Marke hochleben zu lassen und weiterzuführen“, erklärt Wilhelm Birk, Inhaber und Geschäftsführer von Pointtec. Bereits zum Klassiker avancierte der „Iron Annie Bauhaus Chronograph“ mit dem bekannten Chronographenkaliber ETA Valjoux 7750. Das klassische Fliegeruhren-Design der Marke wird durch aktuelle und moderne Farbtöne wie Schwarz, Anthrazit und Grau in Szene gesetzt.

www.pointtec.de

Titanfactory

Kaum ein anderes Unternehmen der Schmuckindustrie verfolgt so konsequent eine Hightech-Fertigung mit zukunftsweisenden Materialien wie die Titanfactory aus Waldstetten bei Schwäbisch Gmünd. Seit 2004 entstehen hier moderne, puristisch anmutende Schmuckstücke aus Titan. Die besonderen Eigenschaften des Metalls mit dem edlen, warmen Grauton sind einzigartig: Selbst bei hohen Temperaturen schön kühl, trägt sich der Schmuck äußerst angenehm. Trotz seiner Leichtigkeit ist das Metall sehr widerstandsfähig und auf lange Zeit schön. Säuren und Laugen machen ihm nichts aus. Eventuelle Kratzer bleiben an der Oberfläche und lassen sich bei matten und gebürstetem Schmuck leicht entfernen. Ein weiterer Vorteil: Nicht nur empfindliche Haut schätzt die antiallergischen Fähigkeiten von reinem Titan. Neu seit diesem Frühjahr sind Ringe aus Grey Carbon. Seine außergewöhnlich edle Optik erhält das Material durch ein besonderes Verfahren, das in erster Linie in der Luftfahrtindustrie angewendet wird. Mit der sogenannten Technik der „Hyprid Alubedampfung“ werden die einzelnen Fasern behandelt. Danach bekommen sie einen Überzug aus Spezialharz. Dadurch erreicht man eine nahezu unzerstörbare Oberfläche. Der matte und edle Schimmer des Grautons bleibt dauerhaft erhalten. Die Schmuckstücke lassen sich problemlos per Ultraschall reinigen.

www.titanfactory.de

Gellner

Im Jahr 1967 gründeten Heinz und Tove Gellner das gleichnamige Perlschmuckunternehmen. Heute führt Sohn Jörg Gellner die Manufaktur mit großer Leidenschaft. Bis heute steht die Liebe zur Perle und die Begeisterung für deren besondere Magie im Fokus des Spezialisten. Was zunächst mit einem reinen Perlenhandel begann, stellt sich heute als eine Schmuckmanufaktur dar, die zum Verbund German Finest gehört und ein hohes Renommee für ihre außergewöhnlichen Designs genießt. Aus der Liebe zur Perle ist die Liebe zu edlem Schmuck erwachsen, bei der das Juwel des Meeres zumeist – aber nicht unbedingt immer und ausschließlich – die Hauptrolle spielt. In der hauseigenen Goldschmiede in Wiernsheim entstehen aufregende Schmuckkreationen in sorgfältiger Handarbeit. Gellner gilt als der Innovator in Sachen Perlschmuckdesign. Ein aufregendes Beispiel ist beispielsweise die Kollektion Gipsy Queen: Die Basis bildet eine Ringschiene aus 750 Weißgold und Aufsehen erregendem farbigen Miliniumglas – ein innovatives Material, das nicht nur durch seine hohe Strapazierfähigkeit begeistert, sondern vor allem durch seine strahlende Farbkraft. Eingebettet in leuchtende Farben schimmert je eine ausdrucksstarke Zuchtperle, die in faszinierenden Nuancen changiert, umringt von funkelnden Brillanten.

www.gellner.com